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Far III – 9 Knoten

100 Schritte, 9 Knoten und mit einer Hand voll Sand geben wir dich in die Wogen des Meeres…

Die Wellen sind hoch und lassen das Schiff schaukeln. Der Wind ist wieder da und lässt mein Kleid tanzen. In der Ferne sehen wir die Brandung schäumen. Wir stehen geschlossen am Buck. Du stehst an der Reling. Wir sind hier wegen dir. Noch einmal zusammengekommen. Streuen Blumen und Bier auf dein Haupt und warten bis das Schiff sich dreht. Mit Wehmut sehen wir dir nach.

Schiffsleuchten leuchten uns umsonst.
Im Nebel ein Kegel aus Licht.
Da ist kein Ziel, kein Horizont.
Kein anderes Segel in Sicht.
Die Mannschaft an Bord –
Atmet müde und schwer.
Keiner sagt ein Wort.
Um uns wütet das Meer.
Wir steuern in Richtung unbekannt.
Doch wir sehen kein Land.
Wo gestern noch ein Licht war,
Ist heut kein Licht mehr sichtbar –
Ist unser Leuchtturm ausgebrannt.

Jennifer Rostock, Leuchtturm 

Und dann legen an in der Kieler Förde. Mit deinen Werten im Gepäck, aber ohne Dich.

Auf bald – wir denken an dich.

Susys Königsberger Klopse

Für 2 Personen.

Für die Königsberger Klopse:

250 g gemischtes Hackfleisch

2 EL Haferflocken, feine

1/2 Zwiebel

1 kleines Ei

Salz

Pfeffer

1 Liter Fleischbrühe, ggf. Gemüsebrühe

2 Lorbeerblätter

5 schwarze Pfefferkörner

Für die Soße:

4 EL Butter

2 EL Mehl

2 Tassen Fleischbrühe (von den Klopsen)

Kapern, Menge je nach Vorliebe

75 ml Sahne, etwa 1/2 Tasse

Muskatnuss

ca. 1 TL Zitronensaft

Dazu:

2 Tassen Basmati Reis oder Kartoffeln

eingelegte rote Beete in Scheiben (wirklich zu empfehlen, auch für nicht Liebhaber)

Equipment:

2 Herdplatten (Kategorie)

1 mittlerer Topf

1 große Pfanne

1 Schüssel

1 Schneidebrett

1 Messer

1 Pfannenwender/ Kochlöffel

Zubereitung:

Zwiebel schälen, in kleine Würfel schneiden und mit etwas Butter in der Pfanne glasig anbraten.

Hackfleisch in eine Schüssel füllen, die Haferflocken mit den Händen bröseln und dazu geben. Zusammen mit Salz, Pfeffer, dem Ei und den gebratenen Zwiebeln mit den Händen zu einem geschmeidigen Fleischteig vermengen.

In einem großen Topf Fleischbrühe mit den Lorbeerblättern und Pfefferkörnern zum Kochen bringen. Mit nassen Händen aus dem Fleischteig acht Klopse formen und in die Brühe einlegen.

Die Königsberger Klopse 12 Minuten bei geringer Hitze ziehen lassen.

Nun die Soße zubereiten.

Für die Soße die 3 EL Butter in der Pfanne schmelzen, von der Herdplatte nehmen und das Mehl einrühren, ohne dass es dunkel wird. Mit soviel von der Fleischbrühe auffüllen, dass eine dickliche Soße entsteht. Diese unter Rühren 5 Minuten durchkochen lassen. Mit Sahne, Zitronensaft und Muskat abschmecken. Die Kapern dazugeben.

Die heißen Königsberger Klopse aus der restlichen Brühe heben und in der Soße noch ein paar Minuten ziehen lassen.

Wenn ihr, so wie wir nur zwei Herdplatten zur Verfügung habt, wartet bis die Klopse durchgezogen sind, gebt sie in die fertige Soße und nutzt den gleichen Topf mit der Fleischbrühe um den Reis kochen, das gibt extra Geschmack und zudem ist kein zusätzliches Salz mehr nötig.

Am liebsten essen wir die Königsberger Klopse zusammen mit frisch gekochtem Basmati Reis und roter Beete. Die Säure und leicht erdige Note harmonieren mit der schweren, aber milden Soße und verleihen dem Gericht etwas Frische.

Sogar Hannes, der immer behauptet keine rote Beete zu mögen, macht in dieser Kombination eine Ausnahme und nimmt beim Einkaufen sogar immer extra ein Glas mit für den Klopse-Fall.

Mama Mia oder Monicas selbstgemachte Nudeln

Zu meiner großen Freude hat mich eine Freundin zum Kochen eingeladen. An sich nichts Ungewöhnliches. Auch die Tatsache, dass ich meistens in den „fremden“ Küchen kochen darf, wenn ich eingeladen werde, ist mir nicht neu. So ist das wohl, wenn deine Passion auch andere überzeugt. Aber diesmal kommt es noch besser, denn Monica macht NUDELN – und zwar per Hand und so wie es ihr ihre italienische Mama gezeigt hat. Und wenn wir in Susy etwas immer haben, dann sind es Nudeln. Weiterlesen

Susy.world befindet sich im Aufbau.

Hallo! Wir sind Susy.world und befinden uns momentan auf Reisen.

Wir kommen von WordPress.com und haben uns nach sechs Monaten entschieden eine WordPress-Installation auf einem eigenen Server zu hosten. Die DSGVO und der Wunsch nach Veränderungen sowie ein wachsender Anspruch, haben uns motiviert.

Das Hosten einer eigenen WordPress-Website kann Spaß machen und lohnend sein, aber es verlangt auch einiges technisches Wissen und verlangt uns mehr Verantwortung ab. Im Gegenzug erhalten wir Kontrolle über unsere Daten, Autonomie und kreative Freiheit.

Wie also anfangen? Nicht nur die WordPress-Software, sondern auch die Themes und Plugins muss auf einem Webserver installiert werden.

Wie wir das angehen, kannst du in unserem regelmäßig erscheinenden Screencast mitverfolgen:

Aktivieren Sie JavaScript um das Video zu sehen.
https://m.youtube.com/watch?t=2s&v=7uWsmOYk6xQ

Zwischen Alltag und Fernweh oder die zickende Tightbombe

Wir sind wieder in Hamburg angekommen und doch irgendwie nicht. Ich war nicht bereit wiederzukommen, weil ich dachte einen Haufen Mess hier gelassen zu haben. Doch mich hat keiner gefragt, ob ich wiederkommen möchte. Es ist der Moment in dem du den Anruf kriegst, von dem du wusstest, dass er früher oder später kommt. Und du funktionierst, fährst los und hinterfragst nichts. Weiterlesen

Snackable Content

Ich lese gerade einen Kurzartikel bzw. Teaser über Snackable Content. Und genau darin findet sich schon die Definition. Kernbotschaften werden in kurzen, knackigen Sequenzen, z. B. über Facebook, Twitter oder andere soziale Dienste in die digitale Welt posaunt -schön in leicht verdaulichen Häppchen. Und auch ganze Geschichten können so produziert und vom User konsumiert werden, was sich im Marketing ja bekanntlich Story Telling nennt. Prost-Mahlzeit! Weiterlesen

Michael – Alles Gold was glänzt 

Nach 16 Stunden komme ich morgens um 4.50 Uhr in Bangkok an. Draußen erschlägt einen die Wärme und es ist quasi ruhig. Am Flughafen treffe ich auf Mike und Fabian, zwei gesprächige Kölner, mit denen ich mir ein Taxi in die Stadt teile.
Zum Auftakt gibt es für uns drei Frühstück über den Dächern der Stadt direkt am Fluss, gefolgt vom Tempel mit dem riesigen, goldenen, liegenden Buddha.

Während die Jungs zum nächsten Tempel wollen, begebe ich mich auf die Suche nach meiner Unterkunft. Was sich als schwieriger gestaltet als erwartet. Ständig ist mein Rucksack offen, man wird häufig angelogen, weil jeder einem was andrehen will und jede Straße, die zu meinem Hostel führt, ist gesperrt.
Kurzzeitig frage ich mich, was ich hier überhaupt mache. Ich bin genervt, totmüde, am schwitzen und verzweifelt. Mich tröstet nur der Gedanke, dass der Rest Thailands eben nicht wie Bangkok ist. Erschöpft lande ich in meiner Unterkunft und stelle fest, das ich für die letzte Nacht bereits gebucht hatte, trotzdem kann ich verlängern. Nach einer Dusche und ein paar Stunden Schlaf bin ich auch wieder enthusiastischer und erkunde die nähere Umgebung. Hungrig wage ich mich an eine Portion Nudeln von einem Straßenhändler und bin sehr positiv gestimmt – auch eine Stunde später noch.
Auf der Suche nach der Molly Bar frage ich Michael nach dem Weg. Wie sich rausstellt, ist Michael Tiroler, 33 Jahre alt, lebt seit einem Jahr von Work & Travel und fährt morgen nach Kambodscha.
Michael übernimmt das Ruder, mich an die Hand und meine Angst. Ich bin erleichtert kurzzeitig nicht selbst entscheiden zu müssen und lasse mich mitziehen. Das Tempo sowie das Glitzern dieser Stadt bei Nacht ist überwältigend. Ich hangel mich visuell an kleinen Dingen entlang, die mein Geist greifen kann, um mich nicht zu überfordern. Wir kaufen eine Flasche Rum, essen Streetfood, laufen über Märkte, durch dunkle Gassen und reden über Liebe, Reisen und das Leben. Wir fühlen uns wie die Könige der Welt und sind doch nichts als Fremde oder, wie Michael sagt, Aliens. Aber ich sei sowieso nochmal anders.
Es ist 4 Uhr. Die Füße tuen weh, es dämmert und die Flasche Rum ist leer. Wir verabschieden uns flüchtig, leicht, euphorisch und ohne Nummern getauscht zu haben. Und so tanze ich allein durch die Nacht nach Hause. 
Danke, Michael.

Interior Design und der Kackofant

Heute morgen wache ich auf und muss unweigerlich an das Kinderbuch „Der Kackofant“ denken. Es geht um einen Elefanten, der im ganzen Land bekannt ist…Kurz darauf denke ich an die damalige TV-Sendung „Unsere erste gemeinsame Wohnung“, die ich während des Studiums oft mit meiner Mitbewohnerin geguckt habe. Dadurch kommt eines zum anderen und mir erscheint Tine Windler, die Moderatorin vor meinem inneren Auge und beginnt Susy umzukrempeln. In meiner Wahnvorstellung dekoriert sie alles mottogetreu hawaiianisch mit Wackelfiguren und einer Mikrowelle. Zum Glück ist der Kaffee fertig und ich wache aus meinem Delirium auf. Inspiriert, drapiere ich den gepflückten Rosmarin in dem Zwiebelsieb und erfreue mich an meinem Dekor und der Tatsache, dass alles so bleibt wie es ist – zumindest in Susy.

© 2018 Susy

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