KategorieVankitchen

Regional, taufrisch und schmissig! Hier gibt es etwas Soulfood für die Ohren und ab und zu auch etwas aus dem Kochbuch des Lebens. In unserer Vankitchen findet Ihr Rezeptideen, die mit maximal 2 Kochfeldern und wenig Equipment auskommen.

Susys Königsberger Klopse

Für 2 Personen.

Für die Königsberger Klopse:

250 g gemischtes Hackfleisch

2 EL Haferflocken, feine

1/2 Zwiebel

1 kleines Ei

Salz

Pfeffer

1 Liter Fleischbrühe, ggf. Gemüsebrühe

2 Lorbeerblätter

5 schwarze Pfefferkörner

Für die Soße:

4 EL Butter

2 EL Mehl

2 Tassen Fleischbrühe (von den Klopsen)

Kapern, Menge je nach Vorliebe

75 ml Sahne, etwa 1/2 Tasse

Muskatnuss

ca. 1 TL Zitronensaft

Dazu:

2 Tassen Basmati Reis oder Kartoffeln

eingelegte rote Beete in Scheiben (wirklich zu empfehlen, auch für nicht Liebhaber)

Equipment:

2 Herdplatten (Kategorie)

1 mittlerer Topf

1 große Pfanne

1 Schüssel

1 Schneidebrett

1 Messer

1 Pfannenwender/ Kochlöffel

Zubereitung:

Zwiebel schälen, in kleine Würfel schneiden und mit etwas Butter in der Pfanne glasig anbraten.

Hackfleisch in eine Schüssel füllen, die Haferflocken mit den Händen bröseln und dazu geben. Zusammen mit Salz, Pfeffer, dem Ei und den gebratenen Zwiebeln mit den Händen zu einem geschmeidigen Fleischteig vermengen.

In einem großen Topf Fleischbrühe mit den Lorbeerblättern und Pfefferkörnern zum Kochen bringen. Mit nassen Händen aus dem Fleischteig acht Klopse formen und in die Brühe einlegen.

Die Königsberger Klopse 12 Minuten bei geringer Hitze ziehen lassen.

Nun die Soße zubereiten.

Für die Soße die 3 EL Butter in der Pfanne schmelzen, von der Herdplatte nehmen und das Mehl einrühren, ohne dass es dunkel wird. Mit soviel von der Fleischbrühe auffüllen, dass eine dickliche Soße entsteht. Diese unter Rühren 5 Minuten durchkochen lassen. Mit Sahne, Zitronensaft und Muskat abschmecken. Die Kapern dazugeben.

Die heißen Königsberger Klopse aus der restlichen Brühe heben und in der Soße noch ein paar Minuten ziehen lassen.

Wenn ihr, so wie wir nur zwei Herdplatten zur Verfügung habt, wartet bis die Klopse durchgezogen sind, gebt sie in die fertige Soße und nutzt den gleichen Topf mit der Fleischbrühe um den Reis kochen, das gibt extra Geschmack und zudem ist kein zusätzliches Salz mehr nötig.

Am liebsten essen wir die Königsberger Klopse zusammen mit frisch gekochtem Basmati Reis und roter Beete. Die Säure und leicht erdige Note harmonieren mit der schweren, aber milden Soße und verleihen dem Gericht etwas Frische.

Sogar Hannes, der immer behauptet keine rote Beete zu mögen, macht in dieser Kombination eine Ausnahme und nimmt beim Einkaufen sogar immer extra ein Glas mit für den Klopse-Fall.

Mama Mia oder Monicas selbstgemachte Nudeln

Zu meiner großen Freude hat mich eine Freundin zum Kochen eingeladen. An sich nichts Ungewöhnliches. Auch die Tatsache, dass ich meistens in den „fremden“ Küchen kochen darf, wenn ich eingeladen werde, ist mir nicht neu. So ist das wohl, wenn deine Passion auch andere überzeugt. Aber diesmal kommt es noch besser, denn Monica macht NUDELN – und zwar per Hand und so wie es ihr ihre italienische Mama gezeigt hat. Und wenn wir in Susy etwas immer haben, dann sind es Nudeln. Weiterlesen

Das Fuchsloch

Es ist hier gerade 17.00 Uhr, ich habe endlich meinen Fuchsbau verlassen, da der Kater Essen braucht und lande im FOX HOLE, einem Art Café. Meinen iced Coconut Matcha Latte schlürfend versuche ich die Eindrücke von gestern und heute Nacht zu verarbeiten. Mein Schädel pocht und mein Magen grummelt, während es draußen gerade die obligatorische Stunde regnet. Ich weiß nicht wo ich anfangen soll und mir fehlt der rote Faden. Damit meine ich keinen Filmriss – obwohl…Vielleicht war es die Flasche Rum oder es ist der Jetlag, die vielen Eindrücke und das Gefühlschaos, aber ich fühle mich echt erschlagen und planlos. Morgen muss ich auschecken und entscheiden wo ich hin will. Vermutlich bleibe ich einfach noch eine Nacht in einem anderen Stadtteil Bangkoks. Aber wer weiß schon was morgen ist.

Küchenkomposition I

Seitdem wir unterwegs sind, habe ich eine Kochleidenschaft entwickelt von der primär Hannes profitiert. Da ich quasi aus einer gastronomisch versierten Familie komme, in der es zwei gelernte Köche gibt, kann ich nicht leugnen etwas mehr als die Grundlagen des Handwerks zu beherrschen. Dementsprechend gerate ich dermassend aus der Fassung und verfalle in einen anhaltenden Lachflash bei dem gut gemeinten Rat von Freunden etwas Soßenfix o.ä. nach Italien mit zu nehmen, das gibt es da nämlich nicht. Gut das meine diversen Soßen seit 10 Jahren ohne auskommen und vielleicht deswegen so beliebt sind 😅 Das hat eine absolut nicht repräsentative Befragung mit nicht zufällig und in irgendeinem Verhältnis zu mir stehenden Personen ergeben.
Nun zum Wesentlichen: In Susy zu kochen ist eine kleine Herausforderung. Es gibt nur zwei Kochfelder, wobei unter dem zweiten unsere Taucheranzüge liegen…Deswegen werde ich geradezu zu einem One-pot-Experten. Vielleicht auch wegen des Abwaschens und in Ermangelung weiterer Töpfe. Am meisten fasziniert mich, dass die italienische Küche mit nur wenigen Zutaten auskommt. Wenige, aber regionale und frische Zutaten dominieren inzwischen auch Susys Küche. Die berühmten Zwiebeln aus Alife, direkt vom Feld unserer Freunde, Rosmarin aus dem Garten, Zitrusfrüchte vom Baum…Und da ich nun so viel vom Essen geschrieben habe, mache ich mich mal an das Tomatensugo.

Küchen Jam aus Alife

Bis gestern haben wir die Woche bei Freunden aus Alife verbracht, um etwas zu verschnaufen, uns zu waschen und vor allem um Musik zu machen. Das ist dabei rausgekommen:

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https://m.youtube.com/watch?v=Sg6_snxIdqc

Die weltbeste Pizza bei Pepe

Dank unserer Freunde aus Alife kommen wir nicht nur in den Genuss heimischer Küche, sondern lernen auch die Hotspots der Einheimischen kennen. Was allerdings schon lange kein Geheimtipp mehr ist, ist die „Pepe in Grani“ Pizzeria in Caiazzo, etwa eine Stunde von Neapel entfernt. Hier genoss ich wirklich die weltbeste Pizza – auf Empfehlung eine Thunfischpizza mit Zwiebelmarmelade aus Alife und geeistem Sellerie.
Auch wenn ich diverse andere Pizzerien zuvor gefeiert habe, war diese, die mit ausschließlich regionalen Zutaten arbeitet, eine kulinarische Offenbarung. Die ellenlange Warteschlange vor dem Restaurant tut ihr übriges für den Hype um Pepe. Wer also ein Stück möchte, sollte unbedingt reservieren.
P.S. Caiazzo selbst ist wunderschön!

© 2018 Susy

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