Ich bin dem Rat meiner Gastgeberin Vivi gefolgt, sitze nun im Nachtbus nach Nan und freue mich sehr über das VIP Ticket für umgerechnet 7 Euro mehr als regulär, da ich mit einer Klimaanlage, Nackenhörnchen, flexiblen Sitzen, Fußstütze und einem Fresspacket, Wasser und Saft belohnt werde. Oh korrigiere wir halten um 2 Uhr an und kriegen noch mal richtiges Essen. Das ist definitiv komfortabler als der Flug war. Ich könnte sogar Filme auf thailändisch gucken. 
Die kleine Provinz Nan liegt im Norden Thailands und jeder Thailänder dem ich erzähle, dass ich genau dahin fahre, ist erst einmal irritiert. Der Alien ist eben nicht der klassische Tourist…
So kommt es dazu, dass ich gestern Abend noch mit meinen beiden Gastgebern Vivi und Bove in einer japanischen Kneipe abgestürzt bin. Nachdem wir uns im Garten meiner temporären Heimat uns über Musik, Träume, Ziele und Familie unterhalten, beschließen die zwei mir einen Teil ihrer (Feier-)Kultur zu zeigen. Die Kneipe gehört Freunden, die uns japanische Snacks wie Seetang, Popcorn mit Wasabiaioli etc. verköstigen und natürlich japanischem Bier. Ich tauche ein, lass mich mitreißen und treiben. Das funktioniert so gut, das mir von meiner ersten Tuk Tuk Fahrt zurück ganz schlecht wird. Ich freue mich trotzdem sehr und bin gerührt von Vivi und Boves Gastfreundschaft.

Trotzdem bin ich jetzt froh aus Bangkok raus zu sein. Gebührend habe ich mich heute noch von Big Buddha verabschiedet und Elsa aus Frankreich kennen gelernt, die mich durch ihre entspannte und aufrichtige Freundlichkeit beeindruckt. Ich versuche es ihr gleich zu tun.

Greif ich nach deiner Hand oder soll ich dich erst fragen, was macht dein Leben interessant? Sind es die Schritte, die wir wagen?
Redensart, Gedankenstolpern