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Haut

Die Wirbel in einer Reihe und den Rucksack voller Scones, trägst du dich nach Hause. Legst alles ab, auch die guten Manieren. Nur aus deiner Haut kannst du nicht.

Du vergisst dich zu bedanken, hörst auf dich zu entschuldigen, versuchst dich nicht einmal mehr zu erklären. Ich sehe mich in dir und bin doch so blind. Aber es geht nicht um mich.

Die Trauerweiden bilden einen Vorhang vor dem strahlend blauen Himmel. Es sieht aus wie ein Schwall voller Tropfen, die den Boden nicht erreichen.

Welche Fußspuren hinterlasse ich auf dieser Welt?

Gedanken zu einem nachhaltigen Leben

Roxanna hat mich eingeladen, hier meine Gedanken und Erfahrungen zu einem nachhaltigen Leben mit euch zu teilen. Bevor ich einfach drauf los schreibe, habe ich mir ihren Blog susy.world genauer angesehen. Roxanna schreibt sehr persönlich. Ich fühle mich beim Lesen, als würde ich im Tagebuch einer Reisenden, eines Freigeistes, lesen. Umso mehr freut es mich, dass Roxanna mir erlaubt einen Eintrag in ihrem Tagebuch zu hinterlassen :-).

Nachhaltigkeit liegt im Trend

Was bedeutet es nun nachhaltig zu leben? Diese Frage ist nicht einfach zu beantworten. Auch weil viele ihren Teil vom “Nachhaltigkeits-Kuchen” abhaben wollen. Weiterlesen

Susy.world befindet sich im Aufbau.

Hallo! Wir sind Susy.world und befinden uns momentan auf Reisen.

Wir kommen von WordPress.com und haben uns nach sechs Monaten entschieden eine WordPress-Installation auf einem eigenen Server zu hosten. Die DSGVO und der Wunsch nach Veränderungen sowie ein wachsender Anspruch, haben uns motiviert.

Das Hosten einer eigenen WordPress-Website kann Spaß machen und lohnend sein, aber es verlangt auch einiges technisches Wissen und verlangt uns mehr Verantwortung ab. Im Gegenzug erhalten wir Kontrolle über unsere Daten, Autonomie und kreative Freiheit.

Wie also anfangen? Nicht nur die WordPress-Software, sondern auch die Themes und Plugins muss auf einem Webserver installiert werden.

Wie wir das angehen, kannst du in unserem regelmäßig erscheinenden Screencast mitverfolgen:

Aktivieren Sie JavaScript um das Video zu sehen.
https://m.youtube.com/watch?t=2s&v=7uWsmOYk6xQ

Zwei Drittel zu einem Drittel

Nachhaltigkeit, der ökologische Fußabdruck, Entschleunigung und Neugier sind Themen, die man oft vernimmt, wenn man mit Dauerreisenden über ihre Motive spricht. Dabei sitzen sie dann oft vor alten Karren, manche sogar mit H-Kennzeichen, der Oldtimerkennung, andere vor einfachen Rostlauben: Widerspricht das nicht vollends dem ökologischen Anspruch? Weiterlesen

Zwischen Alltag und Fernweh oder die zickende Tightbombe

Wir sind wieder in Hamburg angekommen und doch irgendwie nicht. Ich war nicht bereit wiederzukommen, weil ich dachte einen Haufen Mess hier gelassen zu haben. Doch mich hat keiner gefragt, ob ich wiederkommen möchte. Es ist der Moment in dem du den Anruf kriegst, von dem du wusstest, dass er früher oder später kommt. Und du funktionierst, fährst los und hinterfragst nichts. Weiterlesen

Snackable Content

Ich lese gerade einen Kurzartikel bzw. Teaser über Snackable Content. Und genau darin findet sich schon die Definition. Kernbotschaften werden in kurzen, knackigen Sequenzen, z. B. über Facebook, Twitter oder andere soziale Dienste in die digitale Welt posaunt -schön in leicht verdaulichen Häppchen. Und auch ganze Geschichten können so produziert und vom User konsumiert werden, was sich im Marketing ja bekanntlich Story Telling nennt. Prost-Mahlzeit! Weiterlesen

28 Tage

Dein Grau durchzieht die tiefweiße Landschaft. Dein Nebel hängt über meinem Kopf und versperrt mir die Sicht. Dein kalter Atem fährt mir durchs Gesicht. Der Schnee lähmt meine Schritte. Deine harte Hand vom Wind geführt lässt mich zittern. 28 Tage verweilst du unter uns. Du betrübst mich.

Manchmal

Manchmal wünsche ich mir, dass du mir den Strand entlang hinterherkommst. Manchmal wünsche ich mir, dass du wieder mehr Musik machst. Manchmal wünsche ich mir, dass wir barfuß im Regen tanzen. Manchmal wünsche ich mir, dass wir uns nachts die Sterne anschauen und nicht auf das nächste Mal warten, weil wir zu müde sind. Manchmal wünsche ich mir, dass wir weniger auf morgen schieben und weniger an gestern denken. Manchmal wünsche ich mir mehr Bewusstsein für diese Momente und mehr Elan um dich mitzureißen. Und häufig ist alles einfach gut, genau so wie es ist.

Woanders 

Ende 2017: Innerhalb von einer Woche fliegen wir von Málaga nach Hamburg und Montepellier. Den Kopf über den Wolken, doch unser Geist immer noch am letzten Ort.
Wir verbringen die Feiertage mit unseren Familien in Hamburg und das neue Jahr bei Freunden in Frankreich und fühlen uns geborgen, heimisch, mit einem Gefühl der Vertrautheit und einer Spur Nostalgie. Doch ich fühle mich nicht zuhause. Mich überkommt eine bleiernde Müdigkeit ebenso wie die Frage, was ich hier überhaupt mache. Hamburg peitscht mir seinen kalten Atem ins Gesicht und ich bin nicht gewillt meine andere Wange hinzuhalten. Hamburg ist nass und grau, so wie ich es gewohnt bin und es mir ausgesucht habe. Doch nach der Euphorie der letzten drei Monate bin ich immer noch nicht satt. Es geht nicht darum nach dem mehr zu suchen, sondern einfach mal weiter zu laufen, auch wenn man müde ist, nicht zu stagnieren und die Augen offen zu halten und zu finden, was man nicht gesucht hat, das aber genau passt und irgendwie vollkommen ist.
Doch bevor ich diesen Gedanken überhaupt fassen kann, verlassen wir Hamburg auch schon wieder und begeben uns in die kalten, aber zärtlichen Hände Frankreichs und unserer Freunde.

Woanders weiß man selber wer man ist, hier wissen es die anderen. Das ist Heimat.
Film „Sommerfest“, von Sönke Wortmann, Deutschland, 2017.

Heimathafen II

Und wir fahren nach Hause in’s Hafengebiet und singen ein trauriges Seefahrerlied über Fernweh, die Wellen und unsere Heimat am Meer. Über Liebe, den Hass und den heiligen Geist, die Möwe, die dir auf dein Autodach scheißt. Irgendwann kommen wir sicher, ganz sicher mal wieder hier her und trinken die Minibar leer.
Monsters of Liedermaching, Seefahrerlied

Hamburg: So kommen wir nach Hause um dann doch nur wieder weiter zu ziehen und gen Süden zu fliehen. Susy ist abgegeben und wartet die nächsten zwei Wochen in Málaga auf uns und ich werde leicht schwermütig bei dem Gedanken sie zurück zu lassen. Hamburg selbst scheint mir momentan wenig verlockend -kalt, grau und fremd. Überall weihnachtet es…
Die letzten Teile werden aus meiner alten Wohnung geholt, bevor sie endgültig übergeben wird. Ich bin froh, wenn ich die damit einhergehende Verbindlichkeit endlich los bin. Zuletzt hat es an mir gezerrt. Ich hänge lieber in der Luft als an alten Gewohnheiten oder Mauern. Vielleicht bin ich ein Vagabund, vielleicht ein Träumer, vielleicht eine Heimatlose, aber egal in welche Schublade man mich steckt, ich bin frei.

© 2018 Susy

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