Eine leere Seite bietet den Raum sie zu füllen. Schreiben wir unsere Geschichte neu auf Papier. Schreiben sie immer wieder neu mit Metaphern, so schön wie wir sie nur kennen. Mit Metaphern, so schön wie wir sie uns nur vorstellen können um sie immer wieder rauszureißen.

Unsere Geschichte beginnt in Hamburg, führt uns über Österreich nach Italien, Korsika, einen Abstecher nach Thailand, Frankreich und in die Schweiz. Im Rücken die Alpen und vor uns die Zukunft. Bisher sind zwei Wochen vergangenen, seitdem ich meinen Job und meine Wohnung abgeschüttelt habe, ebenso wie alles was sich über die Jahre ansammelt. Mein Kleiderschrank wurde auf einen Rucksack-voll beschränkt, Kosmetik gibt es nicht mehr und meine wertvollsten Güter sind zwei Champagnerschalen, die kleine Reise-Schischa und Susy. Vielleicht noch der Rest Zitronenthymian von meinem einstigen Balkon. Wie es hierzu kam, ist sowohl leicht, als auch schwer zu erklären. Manchmal reicht der Bruchteil eines Gedankens aus um einen bestimmten Weg einzuschlagen, während die Summe der unvorhergesehenen Ereignisse diesen positiv ebnet.
Ich möchte hier nicht zu sehr zurücksehen, sondern vielmehr nach vorne, denn ich habe Lust! Das erste mal in meinem Leben habe ich wirklich Lust auf etwas, eine Passion, eine Leidenschaft. Und zwar dafür zu leben, leicht, mutig und vielleicht ein bisschen* verrückt zu sein, keine Angst vor dem Scheitern zu haben und wenn es schiefläuft einfach „Scheiss drauf“ zu sagen. Da sind wir bei den möglichen Auslöser, die ihren Teil zu der Geschichte beigetragen haben. Anfang 2016 nahm ich mir drei Mottos vor, nach denen ich leben wollte:

  1. Do it!
  2. Mutig sein.
  3. Scheiss drauf!

Nach kürzester Zeit stellte sich raus, egal wie man die Reihenfolge dieser drei Mottos dreht, man kann nur gewinnen. Egal, ob man sich erst überwinden muss oder bereits gescheitert ist, es ist egal solange man bei sich selbst ist. Und momentan bin ich sowas von bei mir selbst, dass ich sogar mit dem kleinen Taschenbuddhisten (einem Buch) Fliegen erschlagen kann, ohne mich um mein Karma oder sonst irgendwen zu sorgen. Ich ruhe vollkommen in mir selbst seitdem ich weg bin, nur die Fliegen nerven mich. So viel Raum muss sein! Und damit stöbere ich noch ein bisschen im kleinen Taschenbuddhisten…
*Und da sind sie schon wieder – diese kleinen dezimierenden und wertlosen Füllwörter wie vielleicht oder ein bisschen. Im schlimmsten Falle beides, so wie hier. Laut Soziologen, Pädagogen, Hans und Franz etc. typisch für meine Generation…Nur für humorvoll hält uns keiner.