Es liegt auf der Hand und ich hoffe Ihr wisst:
Die Heimat ist da, wo Dein Netzanschluss ist –
und Dein Bett [..] und dieses bestimmte Gefühl.
Monsters of Liedermaching, Seefahrerlied.

Mit dem Rucksack, einem leeren Magen, dehydriert und der Übelkeit der letzten Tage im Gepäck klettere ich die obere Felswand entlang, die Ton Sai und Railley verbindet. Die Ebbe hat noch nicht eingesetzt und wir müssen rüber zu unserer Fähre nach Phuket. Ich laufe einfach weiter, klettere und wate schließlich  mit meinen Turnschuhen durch das knietiefe Wasser. Ich habe mich von der Vorstellung verabschiedet, dass sie vor dem Flug irgendwann trocknen.
Ich dachte immer, ich sei bereits stark, aber ich wachse weiter und in Situationen wie diesen über mich hinaus. Unser Geist kann vieles tragen und unser Körper ertragen.
Thailand lässt mich nach 12 Stunden am Flughafen endlich gehen, doch bis Hamburg soll es 2 zwei Tage dauern, weswegen ich gleich nach Málaga fliege -voller Vorfreude sowie Aufregung, aber dreckig und erschöpft. 
Ich möchte nach Hause. Aber in Hamburg habe ich kein Bett mehr, nur noch das Schlafsofa in der sonst leeren Wohnung, den Telefon- und Internetanschluss gekündigt – ebenso die Wohnung. Die Heizung funktioniert nicht mehr und Licht gibt es auch nur noch im Flur. Ich habe Freunde und Familie in Hamburg und doch denke ich, dass meine Reise noch nicht vorbei ist -ich folge meinem Gefühl nach Málaga.