Mein Drachen steigt in die Höhe. Ich lasse ihn durch die Luft gleiten um ihn wieder einzufangen. Er ist ungezähmt und gefährlich nah am Horizont, so als ob er gleich in den Abgrund stürzt und mich mit sich zieht. Dabei muss ich nur loslassen. Hannes Hand an meinem Gurt hält und beruhigt mich, auch in den Momenten, wo ich den Boden unter den Füßen verliere. Der Drachen hebt mich aus dem Wasser und ich fliege für einen kurzen Augenblick. Es ist unbeschreiblich, leicht und schwerelos. Adrenalin durchströmt mich, als der Drachen Richtung Abgrund stürzt und mich mit sich zieht durch das so schön schimmernde Blau des Meeres. Und plötzlich habe ich keine Angst mehr vor dem Drachen und seiner Kraft. Das Meer umgibt mich schützend und ich spüre durch die Wellen hindurch den leichten Druck von Hannes Hand, die mich immer noch festhält.
Glücklich, erfüllt und etwas erschöpft setzen wir uns mit unseren Taucheranzügen in Susy, trinken den restlichen, abgestandenen rosé Champagner und teilen uns das kalte Steak vom Vorabend.