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Zwischen Alltag und Fernweh oder die zickende Tightbombe

Wir sind wieder in Hamburg angekommen und doch irgendwie nicht. Ich war nicht bereit wiederzukommen, weil ich dachte einen Haufen Mess hier gelassen zu haben. Doch mich hat keiner gefragt, ob ich wiederkommen möchte. Es ist der Moment in dem du den Anruf kriegst, von dem du wusstest, dass er früher oder später kommt. Und du funktionierst, fährst los und hinterfragst nichts. Weiterlesen

Urlaub

Ich werde oft gefragt, wie denn mein Urlaub ist und was ich so alles schon erlebt habe.

Meine Antwort ist dann immer:
Ich mache keinen Urlaub. Ich lebe.

Die Wahrheit ist natürlich, dass ich probiere mir einen Lebensstil an zu eignen, den andere vermutlich durchaus als Urlaub bezeichnen würden. Aber die Wahrheit ist auch, dass ich zur Zeit vier Tage die Woche, acht Stunden am Tag für meinen Auftraggeber in Hamburg arbeite.

Darüber hinaus treibt mich mein  Schaffensdrang auch danach noch dazu, schöpferisch tätig zu werden. Ich mache Musik, erstelle Open Source Software und suche nach dem letzten Kniff wie ich mit meinem Bruder eine eigene Firma aufbauen kann mit der wir unsere Regenbogeneinhornponnywelt verwirklichen können.

Foto vom Beifahrersitz auf die Autobahn, mit Laptop auf dem Schoß

Daneben bleibt tatsächlich gar nicht so viel Zeit zum “erleben” im touristischen Sinne. Ich bin langsamer unterwegs als ein normaler Urlauber, der probiert in möglichst kurzer Zeit möglichst viel zu sehn. Ich genieße es oft einfach an Wunderschönen orten zu “sein” und wenn es nur 5 Minuten sind.

Das letzte Wochenende habe ich zum Beispiel mit guten Freunden in San Sebastián verbracht. Eine wundervolle Stadt voller Surfer und Pintxos-Bars. Einen Großteil der Zeit  habe ich damit verbracht an meinem Mac zu sitzen und einen Song fertig zu arrangieren, der schon viel zu lange auf meine Aufmerksamkeit gewartet hat.

Das mag für einige nach verschwendeter Zeit an diesem großartigen Ort klingen. Aber mir gibt es ein schwer zu beschreibendes Gefühl von Freiheit. Ich muss diesen Ort nicht bis ins letzte erkunden, den Reiseführer abarbeiten. Ich könnte – sicher. Aber ich habe eben so die Freiheit einfach das zu machen was mir gerade wichtig ist.

Ich fahre nicht durch Europa um dann nach Hause zu kommen und davon zu erzählen. Ich mache wenig Fotos und schreibe kein akribisches Tagebuch. Ich suche viel mehr nach Ideen und Inspiration. Nach Reflexionen und Erkenntnissen. Eine von diesen lest ihr gerade.

Ich mache keinen Urlaub. Ich erlebe Freiheit.

© 2018 Susy

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