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Zwischen Alltag und Fernweh oder die zickende Tightbombe

Wir sind wieder in Hamburg angekommen und doch irgendwie nicht. Ich war nicht bereit wiederzukommen, weil ich dachte einen Haufen Mess hier gelassen zu haben. Doch mich hat keiner gefragt, ob ich wiederkommen möchte. Es ist der Moment in dem du den Anruf kriegst, von dem du wusstest, dass er früher oder später kommt. Und du funktionierst, fährst los und hinterfragst nichts. Weiterlesen

Balancieren

Tarifa: Ich balanciere auf der weißen Mauer der Brücke, die zum Strand führt. Vor meiner Nase liegt Marokko und ich verspüre einen ungeheuren Bewegungsdrang. Ich habe die letzten 25 Jahre gesessen in der Schule, in der Uni, auf Arbeit. Ich will mich bewegen, mehr denn je. Ich laufe barfuß kilometerweit den Strand entlang ohne Ziel.
Die Woche nach Thailand habe ich gebraucht um erst einmal durch zu atmen, die Mittelmeerluft zu riechen, den rauen Sand unter den Füßen zu spüren, das Rauschen der Wellen zu hören und das Salz auf meinen Lippen zu schmecken. Ich fühle absolutes Glück, grenzenlose Freiheit und Liebe. Und ich erkenne, was mir gefehlt hat. Alles ist perfekt, auch bei nur 17 Grad -rau und spröde, aber echt.
Dennoch ruft eine süße Stimme „Marokko“ und ich weiß nicht, wie lange ich ihr widerstehen kann -denn es liegt direkt vor meiner Nase ist zum Greifen nah.

Fliegen 

Ich spann meine Flügel und will fliegen – weit fort. Doch ich bin nicht leicht. Etwas fehlt. Ich schmecke nichts, sehe nichts, höre nichts, fühle nichts.
Du bist das Gewürz, die Schönheit, die Musik, das Gefühl. Du bist Leichtigkeit. Du bist wie die Sterne in der Ferne. Und Sehnsucht ist wie ein fernes Land.

© 2018 Susy

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