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Mama Mia oder Monicas selbstgemachte Nudeln

Zu meiner großen Freude hat mich eine Freundin zum Kochen eingeladen. An sich nichts Ungewöhnliches. Auch die Tatsache, dass ich meistens in den „fremden“ Küchen kochen darf, wenn ich eingeladen werde, ist mir nicht neu. So ist das wohl, wenn deine Passion auch andere überzeugt. Aber diesmal kommt es noch besser, denn Monica macht NUDELN – und zwar per Hand und so wie es ihr ihre italienische Mama gezeigt hat. Und wenn wir in Susy etwas immer haben, dann sind es Nudeln. Weiterlesen

Woanders 

Ende 2017: Innerhalb von einer Woche fliegen wir von Málaga nach Hamburg und Montepellier. Den Kopf über den Wolken, doch unser Geist immer noch am letzten Ort.
Wir verbringen die Feiertage mit unseren Familien in Hamburg und das neue Jahr bei Freunden in Frankreich und fühlen uns geborgen, heimisch, mit einem Gefühl der Vertrautheit und einer Spur Nostalgie. Doch ich fühle mich nicht zuhause. Mich überkommt eine bleiernde Müdigkeit ebenso wie die Frage, was ich hier überhaupt mache. Hamburg peitscht mir seinen kalten Atem ins Gesicht und ich bin nicht gewillt meine andere Wange hinzuhalten. Hamburg ist nass und grau, so wie ich es gewohnt bin und es mir ausgesucht habe. Doch nach der Euphorie der letzten drei Monate bin ich immer noch nicht satt. Es geht nicht darum nach dem mehr zu suchen, sondern einfach mal weiter zu laufen, auch wenn man müde ist, nicht zu stagnieren und die Augen offen zu halten und zu finden, was man nicht gesucht hat, das aber genau passt und irgendwie vollkommen ist.
Doch bevor ich diesen Gedanken überhaupt fassen kann, verlassen wir Hamburg auch schon wieder und begeben uns in die kalten, aber zärtlichen Hände Frankreichs und unserer Freunde.

Woanders weiß man selber wer man ist, hier wissen es die anderen. Das ist Heimat.
Film „Sommerfest“, von Sönke Wortmann, Deutschland, 2017.

Bonnie und Clyde in Chiang Mai 

Chiang Mai: Ich sitze im Roxpresso und freue mich über den wunderbaren Muffin und Cappuccino, der so liebevoll angerichtet ist, dass ich ihn kaum trinken mag. 

Ich befinde mich in Chiang Mai in Nähe der Kunstuni, inmitten unzähliger Gallerien und damit in meinem persönlichen Paradies. Nur mein Hostel ist eine Hochburg für Koreaner, die bisher wenig sozial sind. Und tatsächlich bin ich hier kein Alien, sondern nur einer der unzähligen Touristen. Es fällt schwer mit jemandem etwas länger zu sprechen, da alle immer irgendwo hin unterwegs sind. 

So dann auch ich. Ich laufe über den Samstagsmarkt und dann haben sie mich in ihrer Touristenfalle. Ich kann dem bunten Leuchten nicht widerstehen und verfalle in einen kurzen Shoppingrausch und ersteigere mein erstes Gut, eine Haremshose. Doch nach kurzer Zeit strengen mich die Menschenmassen an und ich flüchte zurück, da ich für meinen Kochkurs am darauffolgenden Tag fit sein muss.
Die Koreaner sind immer noch wenig an mir interessiert und auf der Suche nach etwas Heimatgefühl lande ich in einem Bistro, wo amerikanische Weihnachtsmusik läuft und Benedict Eggs serviert werden. Beim rausstolpern frage ich dreist einen Amerikaner, ob er zufällig Lust hat mich mit seinem Moped in Richtung Hostel mitzunehmen und das macht er.
Mein Kochkurs macht Spaß und ich bin froh über etwas soziale Interaktion. Es gibt viele Geachichten, die jeder erzählen kann, aber vor allem die von Bonnie aus Australien fasziniert mich und so stehlen wir uns durch die Nacht, spazieren über den Nachtmarkt und trinken Bier.

Bonnie ist 34, Krankenschwester, reisebegeistert und -erprobt. Morgen reist sie wieder nach Bangkok, um ihrer Freundin im Krankenhaus bei zu stehen. Und genau das beschreibt sie so gut, sie steht anderen bei und ist eine Bereicherung für jeden, der sie kennen lernen darf. Bonnie geht wie ich andere Wege und ist authentisch. Sie erklärt mir wie lange sie gebraucht hat, sich so zu akzeptieren wie sie ist und sich nicht mit ihren Freunden, die verheiratet sind und Kinder haben zu vergleichen. Und sie schätzt es, dass ich das bereits habe und mein Leben lebe. Sie sagt, es sei meine positive Energie oder Aura, die einige Menschen spüren, die mich unter den Aliens herausstechen lässt. Vielleicht.
Berauscht von diesem Abend und Bonnies Worten mache ich mich auf den Heimweg und werde zu meiner Überraschung von Jing, einem der Koreaner auf einen Schlummertrunk eingeladen. Ich nehme ihn dankend an und falle anschließend müde und glücklich ins Bett.

Hi my lovely! It’s Bonnie from cooking school! Is this you? 
If so had a sehr gut time cooking and beer getrunken mit du….
You’re such a honest real soul living out your life authenticity and that’s such a rare and beautiful thing. 
Much love, enjoy your travels ❤️
Bonnie

Dang – Nur ein Leben

Phrae: Eher unbeabsichtigt lande ich mit dem Minivan -für den sogar ich zu groß bin- in Phrae, da alle Busse nach Chiang Mai voll sind. Da ich ja improvisieren kann, geht es halt weiter ohne Plan in die zwei Stunden entfernte Stadt Phrae, in der die freundlichsten Menschen Thailands leben sollen.

Vom Bahnhof aus laufe ich also los Richtung Altstadt und zu einer preiswerten Unterkunft, die in meinem lonely planet von 2012 angegeben ist und lande vor verschlossenen Türen. Also laufe ich klitschnass, da es schwül ist und mein am Vorabend gewaschenes Shirt noch nass, weiter zum nächst besten Hostel. Das nächste ist mir zu teuer, dafür, dass ich eigentlich gar nicht hier sein will. Immerhin sind die Leute, die ich nach dem Weg frage wirklich nett und sprechen zum Großteil Englisch.

Bei der dritten Unterkunft, die aus dem für Phrae typischen Teakholz besteht und ganz apart aussieht, kapituliere ich vor dem Wetter und meinen Muskelkater von der Trekkingtour in Nan. Ich nehme das preiswerteste Zimmer, was eher einer dreckigen Besenkammer ähnelt, um dann doch die teurere Kategorie zu nehmen und das Zimmer weitere drei Male zu tauschen, weil entweder das Bad voller Ameisen ist, das Bett dreckig oder Ventilator und Kühlschrank nicht funktionieren. Am Ende erwische ich das geringste Übel, bin froh duschen zu können und denke, es ist nur für eine Nacht. Die letzte Woche habe ich echte Glücksgriffe gemacht und bereue bereits nicht in Nan geblieben zu sein. So bin ich wenigstens genötigt mir etwas von der Stadt anzusehen und verlasse mein Zimmer ohne etwas auszupacken.

Draußen steht Dang, gut und teuer gekleidet, der mich in wirklich schlechtem Englisch fragt wo ich hin will. Als ich mit den Schultern zucke, deutet er mir an auf sein Moped zu steigen. Als ich zögere, sagt er noch „for free“. Ich steige auf, wie so oft in den letzten Tagen ohne zu wissen wo wir hinwollen. Da gefühlt alle besser angezogen sind als ich und nicht total verlottert aussehen, denke ich immer was sollten sie mir schon nehmen, aber ich bleibe vorsichtig und skeptisch -vor allem nach Bangkok.

Dang zeigt mir alle Sehenswürdigkeiten, die Phrae zu bieten hat, schickt mich in ein Museum und in einem Tempel. Die Damen und Dang freuen sich als ich den gestellten Rock zusammenlege und eine kleine Spende einwerfe.

An dem nächsten Tempel treffe ich einen Mönch, der mich fragt was ich mache, wo ich hin will und mit wem. Als ich ihm erzähle, dass mich Dang begleitet sagt er nur, das sei nett und er versteht. Ich verstehe nichts und bin irritiert darüber, dass uns der Mönch so lange hinter her guckt.

Dang kauft unterwegs etwas zu essen und trinken und fährt mit mir zu einem kleinen Platz am See, wobei mir erst etwas mulmig wird, als er auf ein Privatgrundstück fährt. Unsere Kommunikation funktioniert nicht wirklich und ich bin skeptisch bei so viel Freundlichkeit. Kurz darauf fahren wir auch schon wieder weiter – wohin auch immer. Wir landen vor einem großen gepflegten Haus bei dem er klingelt. Unweigerlich glaube ich, dass er mir nun seinen Sohn vorstellen will. Ich soll mich irren, denn es ist ein Freund, der sehr fließend Englisch spricht und zwischen uns vermittelt. Dang will wissen, was ich sehen und essen möchte. Ich möchte wissen, warum Dang so nett zu mir ist und frage.

Wir leben nur einmal und können versuchen das beste aus unserem Leben zu machen. Er ist einfach nur freundlich.

Die beiden bringen mir noch bei auf thailändisch Danke zu sagen und freuen sich sehr als es mir gelingt. Dang fährt mich zurück zum Hostel um mich nachmittags wieder abzuholen und mit mir zu Abend zu essen. Ich frage mich, ob er nicht arbeiten muss….

Nachdem Dang eine Weile mit mir flanieren fährt – er scheint ein bunter Hund in der Stadt zu sein – geht es weiter zum Nachtmarkt und er freut sich das ich etwas typisch Nordthäiländisches essen möchte. Es gibt kanomjeen (eine Reisnudelsuppe) und kow som (sauren Reis). Nach 10 Minuten Fahrt und dem Verlassen der Stadt werde ich unruhig. Das ist nicht das erste Mal an diesem Tag. Ich weiß nicht warum ich so misstrauisch bin und es mir neuerdings schwer fällt zu vertrauen oder an reine Gutmütigkeit zu glauben. Vielleicht hätte ich doch das Buch, den kleinen Taschenbuddhisten, mitnehmen sollen. Wir fahren an Polizeistationen und unzähligen Indigo-Klamottenläden vorbei bis er vor einem verschlossenen Tor hällt. Dann sagt er sein Sohn wohnt dort und ich frage mich wieder, ob das nun gut oder schlecht ist. Daneben ist ein Streetfoodstand und Dang kauft wieder Essen für uns. Diesmal süßes Toast mit Milch. Sein Sohn und die Freundin öffnen schließlich das Tor und bitten uns rein. Da sitze ich nun, trinke heiße Milch, verstehe nichts und google sicherheitshalber meinen Standort, den ich Hannes schicke. Ich glaube er ist besorgt und ich bin es auch – und verwirrt. Aber Hannes Besorgnis lässt mich ruhiger werden, das funktioniert immer so, wenn ich ihm rational erkläre, dass alles gut ist und es dann selber glaube. Nachdem ich noch für ein Foto herhalten darf, fährt Dang mich zurück zu meinem Hostel. Ich frage mit Hilfe eines Übersetzers warum er alles bezahlt und er so nett zu mir ist und er lächelt nur. Ich gebe ihm etwas Geld für das Essen, das er widerwillig annimmt.

Am nächsten Morgen holt Dang mich um 8 Uhr ab um mich zum Bus zu bringen. Er bringt mir Frühstück mit, thailändische Reis-Poffertjes mit Schnittlauch – glaube sie heißen somdam. Ich frage ihn, ob ihm das Hostel gehört und er nickt.

Als wir uns am Busbahnhof verabschieden gibt mir Dang seine Adresse und Telefonnummer für den Fall, dass ich Hilfe brauche sowie seinen Schal als Geschenk. Ich bin gerührt und sprachlos. Ich bin dankbar.

Wir leben nur einmal und können versuchen das beste aus unserem Leben zu machen. Wir können andere Kulturen kennen lernen, wir können Menschen begegnen und unseren Horizont erweitern. Und wir können uns Überraschen lassen, indem wir vertrauen schenken, an das Gute in jedem glauben, mutig und offen sind.

Ann, Sun und Bom – Offene Türen

Nan: Es ist 6 Uhr morgens und ich bin mit Bom auf seinem Moped unterwegs zum Wat Phra That Chae Haeng. Es ist vergleichsweise frisch, der Nebel hängt über den Städten um Nan und in der Ferne ist Laos zu erkennen. Die Sonne bricht langsam durch die Wolkendecke, es ist still und verschlafen, so wie Nan. Doch die Aussicht ist fantastisch, genau wie die Menschen hier. 

Als ich gestern früh um 6 ankomme, schläft die Stadt noch. Ich frage mich, nachdem ich gut eine Stunde meine Unterkunft -mal wieder ohne mein Handy und mobile Daten- durch, werde sogar mit dem Moped mitgenommen, um wieder bei der Busstation zu landen. Das Ganze passiert gleich zweimal und die Taxifahrer wollen mir den Weg nicht sagen. Also laufe ich weiter bis mich ein Junge im gelben Trikot wieder dahin schicken will, so wie es ihm seine Mutter wohl sagt. Mit Händen und Füßen versuche ich zu erklären, dass ich laufen will. Er schiebt mich weiter Richtung Busstation. Als wir aus Sichtweite seiner Mutter sind googelt er den Weg und zeigt in irgendeine Richtung. Nach 5 Minuten kommt er auf seinem Moped an und deutet an mich zu bringen. Er fragt unzählige Menschen nach dem Weg und ich glaube schon, dass es meine Unterkunft gar nicht gibt. Aber der kühle Fahrtwind stimmt mich gnädig und ich bin bereit dem Jungen im gelben Trikot den überteuerten Betrag, den der Taxifahrer haben wollte, für seine Mühe zu geben. Nach einer guten Ewigkeit und tausendmal im Kreis fahren, weiß ich gar nicht mehr wo wir sind, aber wir haben Sundaras Guesthouse erreicht und bevor ich mich bedanken kann, ist der Junge im gelben Trikot auch schon weg und ruft bis bald.
Ann und Sun, meine Gastgeber, kümmern sich so liebevoll um mich und alles andere, dass es mich fast überfordert. Den Kontakt hat Vivi aus Bangkok hergestellt, ebenso wie zu Bom, der es sich zu seiner persönlichen Aufgabe gemacht mir alles zu zeigen in Nan und der Umgebung. So bringt er mich zum Essen auf den Nachtmarkt, in sein traumhaftes Restaurant zum musizieren, zum Wildreservat Tham Phah Tup, ca. 10 km nördlich von Nan und in das nahegelegene Café Ban Phakhin.
Nach 4 Stunden Trekking inklusive Klettern ist mein Kopf endlich frei und mein Körper erschöpft. Bom holt mich ab und wir fahren nach einem Eiskaffee zurück. Den kühlen Fahrtwind im Gesicht, euphorisch und erschöpft, genieße ich die Aussicht, denke an die Landschaft Portugals und freue mich mal wieder über so viel Gastfreundschaft, die beim gemeinsamen Abendessen mit Ann und Sun ihren Höhepunkt findet.
Morgen geht es nach Chiang Mai.

Über 

Baan Mung Kan
: Mitten im Wald, den Weg mit Hängematten und Laternen verziert liegt Boms hölzernes Café. Der Ort ist traumhaft und Boms Musik passt dazu. Bom hat ebenfalls ein Hostel namens Hug Her Him, daneben ist er Musiker, spielt ab und an in seiner Bar und ist ein herzensguter Mensch.

Sundaras Guesthouse: Heißt so viel wie Schönheit und ist ein kreativer und entspannter Ort zum Verweilen. Ann und Sun sind nämlich Künstler, und Sundara ihr Atelier.

Vivi und Bove

Ich bin dem Rat meiner Gastgeberin Vivi gefolgt, sitze nun im Nachtbus nach Nan und freue mich sehr über das VIP Ticket für umgerechnet 7 Euro mehr als regulär, da ich mit einer Klimaanlage, Nackenhörnchen, flexiblen Sitzen, Fußstütze und einem Fresspacket, Wasser und Saft belohnt werde. Oh korrigiere wir halten um 2 Uhr an und kriegen noch mal richtiges Essen. Das ist definitiv komfortabler als der Flug war. Ich könnte sogar Filme auf thailändisch gucken. 
Die kleine Provinz Nan liegt im Norden Thailands und jeder Thailänder dem ich erzähle, dass ich genau dahin fahre, ist erst einmal irritiert. Der Alien ist eben nicht der klassische Tourist…
So kommt es dazu, dass ich gestern Abend noch mit meinen beiden Gastgebern Vivi und Bove in einer japanischen Kneipe abgestürzt bin. Nachdem wir uns im Garten meiner temporären Heimat uns über Musik, Träume, Ziele und Familie unterhalten, beschließen die zwei mir einen Teil ihrer (Feier-)Kultur zu zeigen. Die Kneipe gehört Freunden, die uns japanische Snacks wie Seetang, Popcorn mit Wasabiaioli etc. verköstigen und natürlich japanischem Bier. Ich tauche ein, lass mich mitreißen und treiben. Das funktioniert so gut, das mir von meiner ersten Tuk Tuk Fahrt zurück ganz schlecht wird. Ich freue mich trotzdem sehr und bin gerührt von Vivi und Boves Gastfreundschaft.

Trotzdem bin ich jetzt froh aus Bangkok raus zu sein. Gebührend habe ich mich heute noch von Big Buddha verabschiedet und Elsa aus Frankreich kennen gelernt, die mich durch ihre entspannte und aufrichtige Freundlichkeit beeindruckt. Ich versuche es ihr gleich zu tun.

Greif ich nach deiner Hand oder soll ich dich erst fragen, was macht dein Leben interessant? Sind es die Schritte, die wir wagen?
Redensart, Gedankenstolpern

Zurück

…in Hamburg. Überraschenderweise erwartet mich Hamburg trocken und fast mild. Vom Flughafen geht es direkt zur Sporthalle. Aber zuvor gönne ich mir ein Astra, da es nach zwei Stunden Verspätung nun nicht mehr auf weitere 5 Minuten ankommt und versuche mit meinem Handgepäck durch die Einlasskontrolle zu gelangen. Daran sollte sich der Flughafen Security-check mal orientieren! Mein Ticket hat natürlich meine Schwester, die seit guten zwei Stunden im Getümmel ist, also heißt es wieder warten – aber ich ruhe ja dank des kleinen Taschenbuddhisten in mir selbst. Irgendwann bin ich drin, also vorerst bei der Garderobe, wo mir alles abgenommen wird und man mir mitteilt, dass das Konzert ja fast vorbei sei. Ich erwiedere trocken „Sag das mal dem Flieger von Rom aus!“ und kriege ein Augenrollen und seine Rückseite. Vielleicht, weil ich auch als Obdachlose durchgehe mit meinem Rucksack, meinen Flugzeugmief, der dezenten Astrafahne, ungeduscht und -gekämmt.
Tatsächlich habe ich nur den ersten Song verpasst, habe einen wunderschönen Abend und taue langsam wieder auf bis ich vom ganzen tanzen brenne. Alles ist perfekt.

Du lachst, du weinst, du strahlst, du scheinst.
Du kratzt, du beißt, Fastenzeit vorbei. Und wie du brennst, wie du fällst.
Alles wird perfekt! Alles! Alles!
Alles wird perfekt! So perfekt!
Casper, So perfekt

Küchen Jam aus Alife

Bis gestern haben wir die Woche bei Freunden aus Alife verbracht, um etwas zu verschnaufen, uns zu waschen und vor allem um Musik zu machen. Das ist dabei rausgekommen:

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https://m.youtube.com/watch?v=Sg6_snxIdqc

Die weltbeste Pizza bei Pepe

Dank unserer Freunde aus Alife kommen wir nicht nur in den Genuss heimischer Küche, sondern lernen auch die Hotspots der Einheimischen kennen. Was allerdings schon lange kein Geheimtipp mehr ist, ist die „Pepe in Grani“ Pizzeria in Caiazzo, etwa eine Stunde von Neapel entfernt. Hier genoss ich wirklich die weltbeste Pizza – auf Empfehlung eine Thunfischpizza mit Zwiebelmarmelade aus Alife und geeistem Sellerie.
Auch wenn ich diverse andere Pizzerien zuvor gefeiert habe, war diese, die mit ausschließlich regionalen Zutaten arbeitet, eine kulinarische Offenbarung. Die ellenlange Warteschlange vor dem Restaurant tut ihr übriges für den Hype um Pepe. Wer also ein Stück möchte, sollte unbedingt reservieren.
P.S. Caiazzo selbst ist wunderschön!

© 2018 Susy

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